Hochbeet sorgfältig befüllen

Bevor Sie Ihr Hochbeet befüllen, müssen Sie sich darüber Gedanken machen, was Sie in dieses Beet pflanzen möchten. Davon hängt ab, wie genau sich die einzelnen Schichten im Hochbeet zusammensetzen. Wenn Ihr Hochbeet nicht zufällig auf Ihrem Balkon steht, liegt zuunterst ein Wühlmausgitter, das Ihre Pflanzen vor heimtückischen Angriffen aus dem Untergrund schützt. Für Blumen und Zierpflanzen ist die Zusammensetzung etwas einfacher. Das sollte Sie aber nicht vom Anlegen eines Gemüsehochbeets abschrecken. Auch das ist gut zu bewältigen und wegen seiner besonderen Konstruktion verspricht das Hochbeet besonders gute Ernten.

Hochbeet gefüllt mit Salatpflanzen Spaten mit Samen Salat im Hochbeet
 

Vom Groben zum Feinen

Grundsätzlich gilt, dass das Füllmaterial von unten nach oben immer feiner wird. Das bedeutet, dass direkt auf das Wühlmausgitter Reisig und Astschnitte als 25 bis 30 cm dicke Drainageschicht kommen, damit in dem Beet keine Staunässe entsteht. Es bietet sich deshalb an, das Beet im Frühjahr oder Herbst zu befüllen, wenn solche Astschnitte anfallen. Die zweite Schicht besteht aus Holzhäckseln, unter die auch unbehandeltes Papier oder Karton gemischt sein darf, weil das den Verrottungsprozess anregt. Die dritte Schicht im Hochbeet befüllen Sie mit Grünschnitt, Gras und Laubresten etwa 10 bis 20 cm hoch. In die vierte Schicht kommt halbverotteter Kompost ebenfalls etwa 20 cm hoch. Die letzte Schicht, die bis zum Rand reicht, besteht aus grobem Kompost und Erde.

Damit beim Befüllen keine Hohlräume entstehen, sollten Sie die einzelnen Schichten mit etwas Erde und Wasser gut verdichten. Im Verlauf eines Jahres senkt sich der Inhalt um 10 bis 20 Zentimeter, sodass Sie das Beet in jedem Frühjahr wieder auffüllen müssen. Nach fünf bis spätestens sieben Jahren ist das Beet erschöpft. Dann müssen Sie es vollständig entleeren und neu befüllen.

Hochbeet mit Abdeckung Unterteiltes Hochbeet
 

Gemüseanbau will geplant sein

Wenn Sie gerne in Ihrem Hochbeet Kräuter und Gemüse ernten möchten, sollten Sie zuvor planen, in welchem Jahr Sie welche Pflanzen ernten möchten. Sie brauchen einige Informationen darüber, welches Gemüse sich für das Hochbeet eignet. Es bieten sich besonders Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Spinat oder Lauch an. Durch die perfekte Zusammensetzung des Bodens und die größere Wärme im Hochbeet werden Sie sehr erfreuliche Ernten erzielen.it für das Hochbeet befüllen sind Frühjahr oder Herbst, da Sie zu diesem Zeitpunkt im Garten die meisten verwertbaren Abfälle finden.

Tipp!
Weil das Hochbeet durch die größere Sonneneinstrahlung auch schneller austrocknet, empfiehlt es sich, am Rand einige rankende Pflanzen einzusetzen, die die Außenflächen etwas abschatten.

Da sich die chemische Zusammensetzung des Bodens in dem Hochbeet von Jahr zu Jahr verändert, ist es wichtig, das Beet in der richtigen Reihenfolge zu nutzen. Im ersten Jahr hat der Boden höhere Nitratwerte. Dann sind Karotten, Zwiebeln, Gurken oder Kohl gut anzubauen. Wenn Sie die richtigen Pflanzen kombinieren, profitieren Sie voneinander. So vertreiben Zwiebeln und Karotten jeweils die Schädlinge des anderen. Da ab dem zweiten Jahr die Nitratbelastung niedriger ist, lassen sich nun auch nitratspeichernde Pflanzen wie Rettich, Spinat oder Salate anbauen.

Ein kleines Blumenbeet als Vollendung

Anders als beim Kräuter und Gemüse Hochbeet lässt sich auf die sorgfältige Beschichtung des Beetes bei einem Blumenhochbeet verzichten. Es ist wichtig, vor allem für eine sorgfältig geschichtete luftdurchlässige bodennahe Schicht zu sorgen. Das restliche Beet befüllen Sie dann mit einer Mischung aus Kompost und Blumenerde:

  • unterste Schicht: ca. 25 cm / Äste, Zweige, Laub, Wurzelreste, alte Sträucher (darauf etwas Erde)
  • Schicht aus Häckseln: 10 - 15 cm / dünne Äste, gehäckseltes Holz, unbehandelte Pappe
  • Dungschicht: ca. 10 - 15 cm/ Mist oder Pferdedung, grober Kompost
  • Kompostschicht: ca. 20 cm / Küchenkompost und Erde
  • oberste Schicht: bis zum Rand / nährstoffreiche Erde