Räuchern reinigt – probieren lohnt sich!

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Mein Name ist Regina Fuchs, ich bin 37 Jahre jung, verheiratet und habe 2 Söhne im Alter von 8 und 4 Jahren. Ich wohne in Koppl, das ist ein kleiner Ort, 10 km von der Stadt Salzburg entfernt und ich arbeite in einem Kunstblumengeschäft in Salzburg.

Von 22.6. – 24.06.2017 fand eine Bloggerreise, zum Thema Rund um Kräuter, mit Urlaub am Bauernhof im schönen Großarltal statt. Am ersten Abend durfte ich die 2-tägige Reise mit einer reinigenden Räucherung eröffnen.

Wenn man vom „Räuchern gehen“ hört, denken die meisten Menschen an Weihnachten, an die Raunächte (24.12., 31.12., und 05.01.) und natürlich an Tradition.

Fast alle kennen es, wenn zu den Feiertagen das schmiedeeiserne Bügeleisen oder die Räucherpfanne hervorgeholt wird, die heiße Glut aus dem Ofen in das Räuchergefäß kommt und man mit dem Duft des Weihrauches durch das ganze Haus geht um alle Sorgen und Krankheiten von altem Jahr zu „verjagen“.

Allerdings wissen (leider) nur die wenigsten, dass man auch mit unseren heimischen Kräutern Räuchern kann, und es in einigen Regionen schon lange praktiziert wird.

Die Bergbauern, zum Beispiel, räucherten beim Almauftrieb die Herde und auch die Hirten mit Salbei und Wacholder als Schutz ab, damit sie heil wieder zurück kamen.

JohanniskrautSammeln

Das Sammeln der Kräuter hat was Beruhigendes für mich und es ist auch jedesmal spannend was man so alles findet.

Ab April geht’s los mit Gänseblümchen, Schlüsselblumen, Gundelrebe, Fichtennadeln und Holler. Zum Sommer hin kommen noch Rosenblüten, Lavendel, Wacholder, Salbei, Königskerze, Engelswurz, Schafgarbe, Johanniskraut, Thymian, Majoran und Rosmarin dazu. Ich sammle immer nur so viel wie ich brauche und nehme nie alle Kräuter von einem Standort, denn man will sie ja auch weiterhin noch in der Natur betrachten können.

Aber Vorsicht: wenn man ein Kräutlein nicht kennt, lieber stehen lassen, denn es könnte giftig sein.

Als unseren heimischen Weihrauch verwende ich Fichtenharz. Der wird von den verletzten Bäumen gesammelt. Aber man sollte nicht alles nehmen, da sich der Baum mit dem Harz ja auch selbst Heilen will.

Trocknen

Nachdem ich die getrockneten Kräuter und Blumen sortiert habe, binde ich sie in kleine Bündel zusammen und hänge sie an einen schattigen und leicht windigen Platz zum Trocknen. Feine Blüten lege ich auf ein, mit Küchenkrepp ausgelegtes, Ofengitter. Wer wenig Platz hat, kann die Kräuter auch im Backrohr oder im Dörrautomaten trocknen lassen. Man sollte das bei geringer Hitze machen (ca. 40 Grad) und unbedingt einen Kochlöffel seitlich in die Backofentür stecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Trocknen

Vorbereitung aufs Räuchern

Ich mache gerne vor der Räucherung einen „Hausputz“. Denn, wenn ich schon die Athmosphäre reinige, dann soll auch das drum herum sauber sein. Danach schaue ich dass alle Fenster und Türen, die nach draußen führen, zu sind.  Beginnend beim Haus- oder Wohnungseingang gehe ich von unten nach oben alle Räume ab. Wichtig ist nicht die Ecken des Raumes zu vergessen und auch die Türschwellen zu jedem neuen Raum.  Wenn ich fertig bin stelle ich das Gefäß im Freien ab, und gehe ins Haus um die Fenster zu öffnen, damit die „schlechte Luft“ hinaus kann. Wer noch nie geräuchert hat sollte mit einer reinigenden Räucherung anfangen.

Die 3 Haupträucherungen

Die reinigende, harmonisierende und schützende Räucherung.

Zur Reinigung nehme ich Fichtenharz und Salbei. Ich fange in den oberen Räumen an und arbeite mich nach unten zum Aus- bzw. Eingang. Somit treibe ich alle schlechten Energien zur Tür hinaus.

Zur Harmonisierung nehme ich Engelswurz, Lavendel, Zimtrinde, Holler, Salbeiblätter, Rosenblätter und Fichtenharz.  Wobei man bei dieser Mischung alles nehmen kann was einem zusagt. Diesmal fange ich beim Eingang an und gehe dann nach oben. Jetzt ist der Weg frei für Harmonie und Wohlbefinden.

Zum Schluss der Schutz. Hierfür nehme ich Beifuß, Wacholder (Beeren, Triebspitzen und Rindenspäne) und Fichtenharz. Hier stellt man die Rauchschale in die Eingangstür und lässt sie einige Minuten dort stehen.

Räuchergut

Wann räuchert man?

Räuchern kann man aus vielen Gründen heraus. Zum Beispiel: wenn der Haussegen schief hängt und wieder mal dicke Luft herrscht; wenn jemand eine schwere Krankheit überstanden hat, bei Schlafproblemen, vor Prüfungen usw. Ich empfehle es jedem, der in eine neue Wohnung oder ein neues Haus einzieht, eine Reinigung durchzuführen. Das „Alte“ muss raus damit Platz für das „Neue“ ist.

Räuchergefäße

Es gibt verschiedene Gefäße mit denen man räuchern kann:

Räucherschale/Stövchen: Für das schnelle Räuchern geeignet. Einfach Sand rein geben, Kohletablette anzünden (warten bis sie weiß ist; das dauert ca. 5 Minuten) danach das Rauchgut darauf legen und los geht’s!

Rauchpfanne und Bügeleisen: Wird bei uns zu den Raunächten verwendet wie schon ober erwähnt.

Räucherbündel: Wird aus ganzen Blumen und Kräuter gebunden. Einfach alles nach Bedarf übereinander legen und mit einem Naturfaden zusammenbinden und zum Trocknen aufhängen. Zum Räuchern wird er einfach angezündet und man geht mit dem Bündel durchs Haus.  Aber haltet bitte immer einen Topf drunter, nicht dass etwas Glut runterfällt und den Holzboden verbrennt.

Es freut mich wirklich sehr, dass sich heute immer mehr Menschen mit dem Thema Räuchern mit heimischen Kräutern auseinandersetzten. Ein Spruch sagt: „In der Natur liegt die Kraft!“ und ich finde die sollten wir auch nutzen, wenn sie uns schon geschenkt wird.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein entspanntes Sammeln, und viel Spaß beim ausprobieren der Mischungen; und hilft es nicht, so schadet es nicht!

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