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Kein Allerheiligen ohne Striezel

In vielen Gegenden Österreichs ist es üblich, dass die Taufpatin, sprich die „Godn“, ihr Patenkind zu Allerheiligen mit einem Striezel beschenkt. Der Allerheiligenstriezel ist ein in Zopfform geflochtenes Hefegebäck, das Glück und Erfolg für das kommende Jahr bringen soll. Verschenken heuer auch Sie einen gelungenen Striezel und überraschen Sie Ihr Patenkind mit dem köstlichen Gaumenschmaus!

Ein Gebäck mit Tradition

Der Brauch um das Hefegebäck in Zopfform hat seine Wurzeln schon im alten Ägypten, wo Witwen sich zum Zeichen ihrer Trauer um die verstorbenen Ehemänner ihre geflochtenen Haare abschnitten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Trauer-Zopf  in ein Gebäck, das am 1. November als Verpflegung auf die Gräber der Verstorbenen gelegt wurde, da diese laut Volksglauben in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen auf die Welt zurückkehrten. Ebenso wurde der Striezel an Kinder und Arme verteilt, was eine ertragreiche Ernte bringen soll. Heutzutage ist es vielerorts in Österreich noch üblich, dass die Taufpaten zu Allerheiligen ihre Patenkinder besuchen und ein Patengeschenk, die sogenannte „Godensach“ mitbringen: Den leckeren Allerheiligenstriezel.

Allerheiligenstriezel – ein süßer Brauch

Wie andere Striezel auch, wird der Allerheiligenstriezel aus Weizenmehl, Hefe, Butter, Eier und Milch gebacken. Seit jeher gilt dieses Brauchtumsgebäck als etwas ganz Besonderes, da früher nur zu wenigen Anlässen mit weißem Mehl gebacken wurde und es weißes Brot nur an Festtagen gab. Lassen Sie die alte Tradition wieder aufleben und besuchen Sie am 1. November Ihr Patenkind – natürlich mit im Gepäck: ein leckerer selbstgemachter Allerheiligenstriezel.

Und so geht´s:

Zutaten für einen Striezel:

  • 140 g Butter
  • 1 Ei
  • 500g Weizenmehl (Typ W480)
  • 260 ml Milch
  • 0,5 TL Salz
  • 1 Pk Trockenhefe
  • 50g Zucker

Erleichtern Sie sich die Zubereitung mit einer neuen Küchenmaschine oder nützlichen Backutensilien!

Zubereitung:

  1. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel und kneten Sie sie gut durch.
  2. Lassen Sie den Teig für zwei Stunden an einem warmen Ort zugedeckt ruhen.
  3. Kneten Sie den Teig kräftig durch bis er kaum mehr an der Hand kleben bleibt. Sollte der Teig doch noch sehr klebrig sein, lassen Sie ihn noch eine Stunde gehen und kneten Sie ihn danach noch einmal.
  4. Teilen Sie den Teig in drei Portionen und formen Sie daraus drei gleich lange Stränge. Legen Sie die Stränge nebeneinander, drücken Sie die oberen Enden zusammen und flechten Sie einen engen Zopf. Drücken Sie die unteren Enden ebenfalls gut zusammen und achten Sie darauf, dass der Zopf gut ineinander verbunden ist.
  5. Legen Sie den geflochtenen Zopf vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und schieben Sie es in den Backofen. Lassen Sie den Striezel darin bei minimaler Temperatur eine halbe Stunde lang gehen.
  6. Bestreichen Sie den Striezel danach mit Ei und backen Ihn bei 180° Celsius 30 Minuten lang zu Ende.

Unser Tipp: Mit Bauernbutter und selbstgemachter Marmelade schmeckt der Zopf einfach himmlisch! Wir wünschen viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen! 🙂

Ihre Johanna vom Quelle Team

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